Füchse Unter der Lupe - Teil Eins
Der Duisburger Kader ist klein und groß. Dünn und breit. Jung und nicht so jung. Denn wenn man es genau nimmt sind gerade ein Mal achtzehn Spieler unter Vertrag. Im Kader sind aber 21, oder doch 22? Kaum ein Kader ist so kompliziert wie unserer. In diesem Blog gehen wir auf die bisherigen Leistungen einiger unserer Füchse ein, aber davor schauen wir uns noch ein Mal die genaue Kadersituation an. Dieser mehrteilige Blog wird alle Füchse von Stammspieler bis Förderlizenz aufgeteilt in mehrere Blogs unter die Lupe nehmen.
Unser Kader im Detail
Auf der Bezahlliste stehen 18 Spieler und dazu kommen permanente Förderlizenzspieler. Förderlizenzspieler sind Talente die von Partnervereinen entweder je nach Situation oder permanent als Leihe zum Verein stoßen ohne den Vertragsgeber zu wechseln. Als permanent kommuniziert wurden bei uns Leon Hümer, Leon Willerscheid und Noah Münzenberger, jedoch hat der Club auch am Rande erwähnt Bence Farkas würde auch langfristig bei uns Spielen, sofern nichts dazwischen kommt. Und mit diesen Spielern hat auch schon jeder unserer Partnervereine einen Gesandten: Farkas von den Iserlohner Rosters, Hümer vom Düsseldorfer EG, Münzenberger von den Kölner Haien und Leon "Willi" Willerscheid als einziger aus Mannheim. Willerscheid ist der einzige aus Mannheim, da es eher ein Leihe ist als die Förderung der allgemeinen Jugend, denn die Adler Mannheim haben andere DEL2 Partner für weitere Talente.
Auch wenn Leon Hümer zu Beginn der Saison nicht dabei war, weil der DEG Stammtorhüter noch nicht seinen deutschen Pass erhalten hatte, waren alle anderen permanenten Förderlizenzen auch immer dabei. Es gab aber auch andere Förderlizenz Spieler die mit Einsätzen auch nicht zu kurz kommen. Ein Mal hat sogar ein Spiel lang eine ganze Reihe aus solchen bestanden. Also sind zwar nur 18 Spieler selbst unter Vertrag, trotzdem hat man 21 komplett permanente Spieler durch Förderlizenzen und 22 mit Bence Farkas der ja nun auch öfter kommen soll. Man könnte sich ja Mal kurz anschauen wer, wie oft und von wo bei uns aufgelaufen ist... Aha!
| Spieler | Club | Einsätze |
|---|---|---|
| Dominik Klein | Köln (Junghaie) | 4 |
| Daniel Assavolyuk | DEG | 2 |
| Leon Bußmann | Iserlohn Rosters | 1 |
| Joel Hofmann | DEG | 1 |
| Max Ziergiebel | Kölner Haie | 2 |
| Bence Farkas | Iserlohn Rosters | 9 |
| Leon Hümer | DEG | 2 (nur Starter) |
| Tobin Brandt | Köln (Junghaie) | 6 |
Nun genug vom Kader. Lasst uns in die Leistungen unserer Spieler im bisherigen Saisonverlauf an!
Sandis "Sancho" Zolmanis
Der lettische Importspieler der Füchse, welcher den Spitznamen "Sancho" trägt, brachte es bereits auf 21 Scorerpunkte, damit ist er seit einigen Spielen konstant der Top Scorer der Mannschaft. Davon sind sogar 16 Stück Assists, also Vorlagen. Der Lette ist wohl der Auffälligste seiner Landsleute, mit seinen raschen und flinken Bewegungen, wie auch seinen präzisen und raffinierten Pässe macht er sehr auf sich aufmerksam. Auf dem Eis ist er sehr ruhig und alles andere als egoistisch. Man muss Sandis förmlich dazu zwingen zu schießen. Will man das er ein Tor selber schießt so muss man ihm einen Zuckerpass über alle Gegner auflegen so das er ganz alleine durch ist, sonst sucht er wieder nach einer Anspielperson. Seine Mitspieler profitieren auf alle Fälle von Zolmanis, denn Adam Kiedewicz bringt es auf 8 und Egils Kalns auf 5 Tore, sicher keine Liga Topwerte, im Team jedoch schon. Auch anmerken muss man dass Zolmanis alle 14/14 Spiele absolvierte die, die Füchse auf dem Spielplan hatten. Also keine Verletzung, Krankheit oder Sperre des 31 Jährigen. Zuletzt muss man eine besondere Tatsache an "Sancho" anerkennen. Er hat in jedem Spiel eine sehr hohe Anzahl an Eiszeit. Kaum ein Spieler hat, wenn überhaupt einer, eine vergleichbare Anzahl wie Sandis Zolmanis.
Egils "Igy" Kalns
Ein Lette kommt niemals allein, hat zwar noch nie jemand gesagt, ist hier aber richtig. Egils Kalns ist 34 Jahre alt und aus der selben Nation wie sein Reihenpartner Zolmanis: Lettland. Während jedoch Zolmanis die Erwartungen an ihm sogar übertreffen konnte, ist es Kalns nicht ganz geglückt diese zu erreichen. So schafft es Kalns nicht über seine 5 Tore hinaus und dazugehörigen 6 Assists. Man merkt Kalns seine starken Fähigkeiten an und sie kommen in einzelnen Momenten sehr zum Vorschein, jedoch nicht oft genug. So sind seine Tore zwar besonders und gut herausgespielt, aber in der Anzahl hakt es noch. Ein Paradebeispiel an schönen Toren ist da ein Tor gegen die Hammer Eisbären. Zuerst legt er sich die Scheibe flink an dem gegnerischen Verteidiger Vorbei und schaltete dann den Torhüter mit einem angetäuschten Schuss außer Gefecht und schloss kalt ab. Also bei ihm heißt es offensichtlich: Qualität über Quantität. Auch wenn das im Profi Sport vielleicht nicht der richtige Ansatz ist. Vor allem mit einem Mitspieler wie Zolmanis lässt es sich erwarten, dass er mehr knipst und Tore sammelt. Das könnte daran liegen, dass er aktuell nicht die Schüsse aufs Tor bekommt wie er sollte. Letztendlich sind aber auch erst 14 Spiele gespielt und ein Drittel der Spiele um, also abwarten und Leberkäs im Semmel schnabulieren, da kann mehr kommen.
Klavs Planics
Alle guten Dinge sind drei und so haben wir mir Klavs Planics das lettische Importtrio komplett. Klavs schafft es bis jetzt leider kaum die Erwartungen zu erfüllen. Drei Punkte, ein Tor in 9 Spielen. Selbst für einen deutschen Spieler in der 2. Reihe wären diese 0,33 Punkte pro Spiel viel zu wenig. Er war zugegebenermaßen erst unglücklich, denn er war mehrere Wochen verletzt. Danach, in seinem Comeback Spiel, hat Planics sich eine zwei Spiele lange Sperre durch einen unnötigen Ellenbogencheck gegen den Kopf eingefangen. Man muss klar stellen, Klavs wollte sicher niemanden verletzen und hat sich auch unmittelbar danach bei dem Team und der Gegnerbank entschuldigt, trotzdem hat er sich damit diese negativ Form selber ins Nest gelegt. Man kann hoffen, dass der 31 Jährige nach der aktuell laufenden Deutschland Cup Pause wieder in Form findet. Eine Sache kann man ihm aber nicht absprechen, an Einsatz, Wille und Kampfgeist mangelt es ihm unter keinen Umständen, er rennt ohne stoppen und verteidigt mit wie es kaum einer macht. Er gibt sein bestes in die Form aus der Vorbereitung zurück zu kommen, geklappt hat dies noch nicht. In der Vorbereitung war er seiner Knipser Rolle gewachsen und schoss ein Tor nach dem anderen, jetzt nicht mehr.
Nardo "Carolus" Nagtzaam
Der deutsch- niederländische Füchse Spieler Nardo Nagtzaam, welcher fälschlicherweise beim DEB als Carolus Nagtzaam aufgeführt ist, schaffte es an seine bereits guten Leistungen aus der vorherigen Saison anzuknüpfen und sogar noch ein Mal eine Schippe drauf zu legen. Auf 14 Punkte schaffte es der Center bisher und beweist damit warum er sehr wichtig für den Duisburger Sturm ist. Mit einer Sache fällt Nardo immer auf im Gegensatz zu allen anderen Spielern. Er baut fast immer den Angriff von ganz hinten, hinterm eigenen Tor, mit ganz viel Geschwindigkeit und ein, zwei schönen Moves auf. Die vermeintlich dritte Reihe in Duisburg schafft es immer wieder zu Punkten und Nardo ist als Dreh- und Angelpunkt maßgeblich an diesem Erfolg beteiligt, so schaffte er es ein Mal durch einen guten lauf und Assist der Kategorie "Boah Geil" das komplette Momentum zu drehen.
Michael "Fome" Fomin
Der 26 Jahre junge geborene Mörser hat die Fuchs DNA im Blut. In keinem anderen Spieler im aktuellen Kader kann man mehr diese Duisburger Mentalität und Identität sehen. Nicht ohne Grund ist Fomin einer der absoluten Publikumslieblinge und Schwiegermütter Schwarm. Er schafft es nun die zweite Saison in Folge ein Spitzentor, diese Mal gegen die Saale Bulls Halle, einzunetzen und geht nicht vom Eis ohne einen Gegner seine Meinung überbracht zu haben, auf seine Art und Weise. Nicht zuletzt deswegen stand "Fome" in der abgelaufenen Saison in der Kritik. Laut einigen Fans soll der Ausnahmespieler zu viele Strafen ziehen, zumindest für die Punkte die er macht. Ob man dem zustimmt oder nicht kann man außen vorlassen, denn die Antwort auf die Kritik war klar. Fomin ist nun bei doppelt so vielen Toren pro Spiel und halb so wenigen Strafen pro Spiel wie in der Vorsaison. Diese Entwicklung wird zwar von den Fans nicht explizit gelobt, dennoch ist das Schweigen über die ewige Kritik an den Strafbank besuchen innerhalb kürzester Zeit erloschen. Bis jetzt schafft es also Michael Fomin eine starke Leistung aufs Eis zu bringen und ist mit seinen Punkten und seiner einzigartigen Spielweise unersetzlich für das Team.
Edwin Schitz
Edwin Schitz, die #76 bei den Füchsen, war noch nie ein Punktejäger in dem Sinne, sondern ein Arbeitstier und Teamspieler. Schitz hatte im bisherigen Lauf der Saison keine klare Reihe. Zuerst spielte er viel mit den Förderlizenzspielern in der 4. Reihe, seit dem Martin Schymmainski verletzt ist, jedoch in der 3. Dort passt der 25 Jahre junge Stürmer auch gut rein. Mit 6 Punkten ist er solide dabei, dennoch ist die Arbeit abseits der Scorer Tabelle unerlässlich und das weiß er offensichtlich. Edwin ist es sich nie zu Schade zu laufen oder zurück zu arbeiten. Edwin ist da wo man ihn braucht. Brauchen tut man ihn auch im Kader. Er ist flexibel auf welcher Position, in welcher Reihe oder welche Rolle er spielt. Edwin ist da wenn man ihn braucht und das macht ihn sehr wichtig. Bisher also eine wichtige wenn auch keine herausragende Leistung.
Martin "Schymmi" Schymainski
Martin Schymainski die Krefelder Legende, spielt nun das dritte Jahr bei den Füchsen. 10 Jahre am Stück spielte Martin in Krefeld und ist kurz davor ein Local Player zu werden, das bedeutet er würde keinen Spot in der U23 Regelung einnehmen. Das passiert nach drei Jahren am selben Standort spielen. Zu Martin Schymainski lässt sich sagen, der Mann ist eine Kampfsau. Er ist knackige 39 Jahre jung und trotzdem fliegt er übers Eis wie ein junger Gott. In 5 Spielen verbuchte er 2 Tore und einen Assist und ist damit gut dabei gewesen zu scoren. Leider verletzte sich Schymmi dann relativ früh und fiel für rund 5 Wochen aus. Damit ist nun Schluss! Martin Schymainski ist zurück und bereit voll durch zu starten nach dieser Deutschland Cup Pause. Letzte Saison schaffte er 41 Punkte in 43 Spielen und das ist eine beachtliche Anzahl. Schymmi schaffte es am Anfang der Saison aus einer Verletzung optimal raus. Man kann hoffen und die Daumen drücken dass es dieses Mal genauso ist. Schymainski ist seiner Reihe mit Fomin und Nagtzaam gut aufgehoben, jedoch lässt sich nun fragen in welcher Reihe er spielen wird nach seine Rückkehr.
Adam Kiedewicz
Adam Kiedewicz, der Deutsch Pole wurde frisch aus der DEL2 importiert. Dies merkt man ihm auch an, in der ersten Reihe schaffte er es bereits 8 Tore und 5 Assists. Zuletzt schaffte er einen genialen Pass auf Zolmanis welcher ihn zum Tor zwang. Adam stellt sich als Meistertransfer heraus, denn er überzeugt mit konstanten Leistungen und bisher schafft er es mit Zolmanis und Kalns gut zusammen zu spielen. Trotzdem kann man noch ein wenig mehr erwarten, denn man merkt ihm an er kann mehr bezüglich des ausspielen mit Moves. Dennoch kann man mit ihm bisher zufrieden sein und wer weiß, wenn Kalns in Form findet kann da auch durch ihn eine top Reihe entstehen.
Schlusswort
Nun haben wir uns 8 Spieler des Kaders vorgenommen und demnächst geht es weiter mit den restlichen Stürmern des Kaders. Aber noch Mal als Erinnerung, das hier ist meine Meinung und jeder kann und soll sich seine eigene bilden. Zudem die Nachricht Leon Hümer geht zu den Scorpions fiel nachdem dieser Blog geschrieben wurde! Dann zuletzt der Aufruf: Alle in die Halle! Sonntag ist es endlich wieder zurück, Eishockey! Heim gegen Leipzig. Jetzt Tickets sichern und weitere unvergessliche Erinnerungen bilden!
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